10 Jahre Racetool

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Gleich drei Jubiläen gab es diesen Monat zu feiern. Mein Racetool wurden 10 Jahre alt, das Binford-mobil hatte seinen 20. Geburtstag und der Blogger durfte 40 Jährchen feiern. Die beiden ersteren funktionieren noch tiptop und der letztere halt je nach Tagesform.

Das waren noch Zeiten in den 90ern, Honda zog sich nach den erfolgreichen Jahren mit McLaren aus der Formel 1 zurück und baute aus meiner Sicht ihre besten Autos und Motoren. Der legendäre NSX kam auf den Markt, es folgten die äusserst langlebigen Civics der 5. & 6. Generation und schliesslich als Krönung gegen Ende des Jahrzehnts der Integra Type-R. Ich prügelte meinen Integra jahrelang über die Rennstrecke und fahre den Civic jetzt seit über 10 Jahren im Alltag, beiden ohne nennenswerte Probleme. Bei welchen modernen Autos gibt es das schon, dass man einfach nur die Verschleissteile ersetzen muss und über zwei Jahrzehnte damit sorglos glücklich fährt.

So auch bei meinem Koba Racetool, seit nunmehr 10 Jahren ist es mir ein treuer Begleiter und verrichtet ohne zu murren seinen Dienst. Seit ich mir das Simplon Razorblade gekauft habe, darf es zwar etwas kürzer treten, aber durch den Winter bin ich immer noch mit ihm unterwegs und es begleitet mich jeweils durch die nasskalte Jahreszeit.
 
 
Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich mir mit dem Racetool vor 10 Jahren mein erstes Custom-Bike leistete. Ich begann damals gerade etwas intensiver zu biken und wollte mir ein neues Mountainbike kaufen. Irgendwie hatte ich aber in allen Bikegeschäften der Umgebung den Eindruck, dass man mir lieber einfach ein Bike aus dem Ausstellungsraum verkaufen wollte, als auf meine Wünsche und Fragen einzugehen. So stiess ich schliesslich im Internet auf Koba und ihr custommade Baukastensystem. Ich setzte mich ins Auto und fuhr einmal quer durch die Schweiz nach Buchs, um mir das ganze einmal vor Ort anzuschauen.

Bei Koba angekommen wurde ich von Ralph freundlich empfangen und er nahm sich mehrere Stunden Zeit, um mir alles zu erklären und auf meine zahlreichen Fragen einzugehen. Nach einer Probefahrt setzten wir uns dann zusammen hin und er erstellte mir eine unverbindliche Zusammenstellung für mein ganz persönliches Racetool. Mit einem guten Gefühl machte ich mich anschliessend auf den Heimweg, die Chemie hatte bei den Jungs und dem Konzept von Koba von Anfang an gestummen. In den folgenden Tagen hatte ich nur noch eins im Kopf und telefonierte noch ein paar Mal mit Ralph, bis ich mir sicher war, wie mein neues Racetool aussehen soll. Der aus meiner damaligen Sicht doch recht hohe Preis für ein Bike, brachte mich anfänglich etwas ins Grübeln. Aber die Tatsache, dass ich zu dieser Zeit etwa die gleiche Summe pro Jahr auf der Rennstrecke verballerte, machte mir den Kaufentscheid etwas leichter, denn auf dem Bike verbrachte ich schon damals ein Vielfaches der Stunden hinter dem Lenkrad. Ein paar Wochen darauf konnte ich es dann auch schon abholen, mein neues Traumbike. Ich liebe eloxiertes Aluminium und der schöne Blauton in Verbindung mit den roten Mavic-Naben sah einfach zum Verlieben aus (nein, ich bin kein FCB-Fan).
 
 
Auch bei der Übergabe nahm man sich nochmals richtig viel Zeit. Das Bike wurde auf mich angepasst, die Federgabel abgestummen und ich drehte mehrere Proberunden bis alles passte. Spätestens da war mir klar, dass sich der weite Weg gelohnt hatte. Ich als damals noch recht unerfahrener Biker war mir sicher, dass ich genau das richtige gekauft hatte. Dies bestätigte sich auch in den folgenden Jahren, ich fühlte mich auf dem Racetool einfach pudelwohl und bekam je länger desto mehr Spass am Biken. Was ich mir als ehemaliger Sportmuffel nie denken konnte traf ein, ich wurde richtig süchtig nach den Biken und der Rest ist Geschichte.
 
 
Heute kommt es mir jeweils etwas komisch vor, wen ich nach dem Sommer wieder auf das Racetool sitze. Die kleinen Räder, der schmale Lenker und der lange Vorbau sind ungewohnt. Aber schon nach kurzer Zeit fühle ich mich darauf wieder wohl und geniesse die Runden mit dem kleinen wendigen Flitzer. Regelmässiger Service, die Verschleissteile ersetzen und ein Gabelservice war alles was ich über die 10 Jahre investieren musste, damit es noch heute so gut rollt wie am Anfang. Ich hänge immer noch richtig an meinem ersten "richtigen" Bike und werde es im Gegensatz zu meinen anderen wohl nie mehr hergeben.

Da Koba sich mittlerweile auf die Herstellung und den Vertrieb ihrer Bikes konzentriert hat, machte sich Ralph mit kBike selbstständig. Wenn ich mittlerweile auch andere Marken fahre, schaue ich immer wieder gerne bei den Jungs von kBike vorbei und lies dort auch mein Simplon Razorblade aufbauen. Irgendwie ist es immer wieder wie ein Heimkommen wenn ich dort bin und wenn es nicht so weit weg wäre, würde ich wohl öfters auf einen Kaffee vorbeischauen.

Ich möchte die Gelegenheit hier nutzen, um mich einmal herzlich zu bedanken, bei Koba für diese tollen Bikes und vor allem bei Ralph und Robert von kBike für den langjährigen super Service, MERCI !
 

5 Comments

  1. ROTSCHER sagt:

    Alt und bewährt … Bike und Fahrer ?
    Ganz toll, wenn man nach 10 Jahren immer noch von seinem Bike begeistert ist. Auch wenn sich in diesen Jahren einiges getan hat, so soll es doch sein. Weiterhin viel Spass mit dem Aluesel!
    Und bei den Kollegen von kBike bin ich wohl schon einige Male vorbeigeradelt. Quasi am Ende von ihrem Hometrail ?

  2. blackCoffee sagt:

    Gratuliere zum 40en (die Knarzgeräusche sind ab jetzt nicht immer dem Bike anzulasten.. 😉 ) ….
    ….und natürlich zum zeitlos schönen Bike !

  3. Ventoux sagt:

    Hey Sven, gratuliere Dir zu Deinem runden Geburi. Häb sorg und auf mindestens das nächste Jahrzehnt auf dem Bike. Wenn wir wohl wüssten, was uns die Technik in den nächsten Jahren bringt? Lieber nicht….

  4. Sven sagt:

    Danke Euch Jungs, ich hoffe auch dass es die nächste Dekade so weiter geht mit möglichst wenig Knarzgeräuschen und zum Thema Technik, definitiv lieber nicht 😉

  5. Alex sagt:

    Happ Birthday auch noch von mir im nachhinein :-), lg Alex

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