Davos-Review: Pischa

Daheim unterwegs
11. November 2015
Davos-Review: Durannapass
1. Dezember 2015
 
Wie versprochen reiche ich hier noch den Bericht von meinem Davos-Trip im August nach, wo ich drei schöne Tage im Hotel Waldhuus verbrachte. Am ersten Morgen war meine Laune beim Start noch gleich wie das Wetter, bewölkt und kalt. Diese wurde aber im Gegensatz zum Wetter mit jedem Kilometer besser und spätestens ab der Bergstation Pischa wurden Glückshormone ausgeschüttet, einer der Top-Trails die ich je gefahren bin.
 
 
Schon ein paar Meter hinter dem Hotel begann der erste Waldtrail und dies sollte den ganzen Tag so bleiben, es mussten nur ein paar wenige Meter auf der Strasse zurückgelegt werden. Hinauf durch das Flüelatal ging es auf einem schönen Wanderweg, der auf der anderen Bachseite parallel zur Passstrasse verlief. So wurden die ersten 400 Höhemeter leicht und mit viel Vergnügen absolviert. Ab Tschuggen war dann aber Schluss mit gemütlich hochpedalieren, es wurde steiler und der Untergrund schwieriger. Drei Viertel waren aber trotzdem fahrbar und der Rest wurde halt geschoben.
 
 
Die ganze Zeit bin ich keinem einzigen Wanderer oder Biker begegne, dafür jeder Menge Murmeltiere. Ganze Murmeli-Familien, deren Jungen auf dem Wanderweg herumrauften und erst flüchteten, als ich ein paar Meter vor ihnen stand. Oben bei der Bergstation Pischa angekommen wehte ein kalter Wind und die Pause fiel darum dementsprechend kurz aus.
 
 
Jetzt konnte es endlich losgehen mit der vielgerühmten Abfahrt und sie übertraf die Erwartungen. Zuerst oben auf der Krete bis zum Hüreli, schön alpin mit Steinen und Absätzen, fuhr sich der Singletrail mit viel Vergnügen und einem super Panorama. Zwar einmal nicht mit blauem Himmel und Sonnenschein, aber auch die wolkenverhangene Gipfel hatten irgendwie ihren Reiz. Nach dem Hüreli wurde es dann steiler, aber immer mit dem richtigen Verhältnis zwischen Flow und Technik, einfach traumhaft.
 
 
Unterwegs traf ich auf ein paar gute Seelen, welche diesen Spass erst möglich machen. Ein paar Arbeiter waren gerade beim Ausbessern der Trails, überhaupt waren die Trails rund um Davos in einem sehr guten Allgemeinzustand. Mit einem Gruss und Dank passierte ich sie und weiter ging der Spass an einem kleinen Seechen vorbei mit Blick auf Klosters.
 
 
Vom Arbeliboden bis runter nach Drusatscha wurde es rechts vom Trail etwas abschüssiger, aber immer gut fahrbar und mit einem super Panoramablick über den Davoser See. Bei Drusatscha bog ich dann rechts ab und tauchte in den Märchenwald ein. Moos, Farne, Zauberpilze und ein wilder Bach, durch den Lusiwald und Wijerwald ging es weiter auf schönen Trails und Wegen nach Klosters runter.
 
 
Dort traf ich dann bei der Gotschnabahn auf die ersten Biker des Tages und auch ich bestieg die Gondel, um nochmals ein paar weitere Kilometer Downhill an diese bisherige Hammertour anzuhängen. Oben auf dem Grat angekommen, schloss ich mich nicht den anderen Bikern an, sondern bog links auf den anspruchsvollen Downhill ab, welcher zur Schwarzseealp runter führt. Verblockt und zwischen Felsen durch war er schwieriger zu fahren als vorher die Pischatrails, somit wäre auch diese Spielart nach dabei gewesen.
 
 
Von der Schwarseealp rüber zur Gotschna-Mittelstation wurde es dann wieder flüssiger, während der Trail zwei Schotterhänge traversierte. Bei der Mittelstation rechtsum kehrt und weiter auf schönsten Waldtrails bis zum Wofgangpass runter, Spass pur. Beim anschliessende Ausrollen nach Davos konnte ich dann wieder etwas runter kommen und das erlebte im Kopf nochmals passieren lassen. Eine ausserordentlich abwechslungsreiche Tour mit extrem viel Trailanteil, definitiv eine für die Topten. Weiter mit dem Durannapass am zweiten Tag, geht es im nächsten Blogbeitrag.
 


volle Distanz: 45.52 km
Maximale Höhe: 2482 m
Minimale Höhe: 1181 m
Gesamtanstieg: 2145 m
Gesamtabstieg: -2147 m

3 Kommentare

  1. rotscher sagt:

    Super, das macht gleich Laune auf den nächsten Frühling 🙂 Die Pischarunde wäre bei mir auch wieder mal an der Reihe. Sind die Bilder mit dir drauf eigentlich Selbstauslöserfotos? Das habe ich bis jetzt als Actionfoto nie gemacht, wäre aber eine schöne Abwechslung wenn ich alleine unterwegs bin.

    • Sven sagt:

      Ja, ich kann bei meiner EOS-M zeitverzögerte Auslösung und Serienaufnahme kombinieren. Von den jeweils 10 Bildern ist dann meist ein brauchbares dabei. Leider lässt sich diese Funktion aber nicht über den IR-Sender auslösen und beträgt fix 10 Sekunden, bei der alten S100 konnte man da auch noch zwischen 1 und 30 Sekunden auswählen.

  2. blackCoffee sagt:

    Faszinierende Bilder – gerade richtig zum Capucco am Sonntag morgen…;-)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.