Wie im Paradies

Heisser 1. August
4. August 2013
Au(t)s(ch)zeit
8. September 2013
 
Wie im Paradies fühlte ich mich letzte Woche im Engadin bei strahlend blauem Himmel. Da es am ersten Tag morgens noch etwas kalt und wolkenverhangen war, startete ich erst gegen Mittag auf die eher kurze Bernina-Express Tour. Bis zur Station Morteratsch führte der Weg über schöne Singletrails im Wald, dann folgte ein kurzes Stück auf der Strasse, bevor es bis zur Berninapasshöhe wieder abseits der Strasse weiter ging. Oben dann entlang dem Lago-Bianco und weiter zur Pru-dal-Vent, von wo man eine super Aussicht auf den Lago-di-Poschiavo hatte. Weiter ging es über die Alp-Grüm und Cavaglia runter nach Poschiavo, immer auf Singletrails die jedes Bikerherz höher schlagen lassen.
 
 
Von Poschiavo liess ich mich dann mit der Rhätischen-Bahn wieder auf die Bernina-Passhöhe chauffieren und konnte dabei im offenen Aussichtswagen nochmals die wunderbare Aussicht geniessen. Die Abfahrt von der Passhöhe nach Pontresina war dann zum Abschluss nochmals Genuss pur. Am Mittwoch hatte ich dann die Tour über den Suvrettapass auf dem Programm, welche von den Beschreibungen her viel versprach und es auch voll und ganz erfüllte. Bei frischen Temperaturen am Morgen zuerst bis nach Celerina gerollt, von wo es dann auf gut befahrbaren Naturstrassen rauf zur Alp-Marguns ging.
 
 
Dann wurde es das erste Mal so richtig steil beim Aufstieg zum Lej-Alv. Danach wieder etwas flacher bis zur Bergstation Corviglia und dann nochmals steil rauf um den Piz-Nair zu umrunden, bevor es über einen schönen Singletrail runter zum Suvrettapass ging. Dort war denn beim Lej-Suvretta erst mal eine Stärkungspause angesagt, bevor es wieder abwärts ging.
 
 
Die folgende Abfahrt Richtung Val-Bever war einfach traumhaft, ein schier endloser Trail über Stock&Stein und durch Bergbächchen, wo ich wieder auf Adi traf, mit welchem ich schon auf der Alp-Marguns ein Schwätzchen hielt. Dann folgte nochmals ein steiles anspruchsvolles Stück Serpentinen, bevor wir es durch das Val-Bever fliegen lassen konnten. Wieder vorne in Celerina gönnten wir uns dann in der Sonne noch ein Bierchen, als Abschluss dieser genialen Tour.
 


volle Distanz: 46.52 km
Maximale Höhe: 2677 m
Minimale Höhe: 1703 m
Gesamtanstieg: 1156 m
Gesamtabstieg: -1158 m
 
Am dritten Tag begab ich mich auf die Fuorcla-Surlej Tour. Zuerst ging’s gemütlich den Seen entlang Richtung Silvaplana, von dort an wurde es dann steil. Zuerst noch durch den Wald und dann auf Schotterstrassen- und Wegen mit mehreren kaum fahrbaren Rampen. Der Blick oben auf dem Fuorcla-Surlej entschädigte aber für alles, mit dem Erreichen des Gipfels thronen plötzlich der Piz-Bernina und Piz-Roseg vor einem, einfach gigantisch.
 
 
Runter in’s Rosegtal ging’s dann über einen verblockten Weg, anspruchsvoll zu fahren aber mit jeder Menge Spass. Da ich schon um 3Uhr zurück in Pontresina war und das Wetter am Freitag nicht mehr ganz so schön zu werden schien, radelte ich grad weiter nach St. Moritz, um noch eine der letzten Bahnen auf den Piz-Nair zu nehmen. Die Aussicht über das ganze Engadin auf 3000müM ist einfach traumhaft, ich kann jetzt den Ausdruck „Million-Dollar-Blick“ verstehen.
 
 
Ganz alleine runter über die Gerölllandschaften riden, dann ein paar schöne Singletrails und als Krönung der neuen Flowtrail von der Bergstation Corviglia aus, ich kriegte unten das Grinsen kaum mehr aus dem Gesicht. So ein grandioser Biketag ist doch wahrer Luxus und nicht der Scheiss den sie unten in St.Moritz praktizieren.
 


volle Distanz: 30.76 km
Maximale Höhe: 2750 m
Minimale Höhe: 1768 m
Gesamtanstieg: 1106 m
Gesamtabstieg: -1158 m
 
Am Freitag war es leider auch am Morgen schon etwas bewölkt und auf den Nachmittag war Regen angesagt, ich startete darum relativ früh zur Muottas-Muragl Tour. Es ging schon von Anfang an recht steil nach oben und spätestens ab den steilen Schotterrampen war schieben angesagt. Oben auf Muottas-Muragl stand dann schon eine gemütliche Holzliege bereit, auf welcher ich eine wohlverdiente Pause einlegte und die Aussicht genoss. Weiter ging’s Richtung Lej-Muragl auf Wanderwegen, welche grösstenteils fahrbar waren. Hinten am schönen Lej-Muragl legte ich nochmals eine kleine Pause ein, bevor es auf einem anspruchsvoll genialen Singletrail wieder durch das Val-Muragl abwärts ging.
 
 
Zurück in Pontresina sah ich schon, dass sich über dem Piz-Nair etwas zusammenbraute. Ich startete aber trotzdem nochmals Richtung Berninapass, da der Nachmittag noch jung war. Oben bei der Station Diavolezza begann es dann aber schon zu regnen und ich machte kehrt, um nochmals die Abfahrt nach Pontresina zu rocken. Bei den nassen Bodenverhältnissen war diese im unteren Teil jetzt schwieriger zu fahren, machte aber trotz dem Regen Spass. Den Rest des Tages liess ich dann im Wellnessbereich ausklingen, welcher erstklassig war. Auch sonst kann ich das Hotel Steinbock wärmstens empfehlen, vor allem für Biker welche neben dem Biken auch das kulinarische Erlebnis und Wellness schätzen.
 

5 Kommentare

  1. blackCoffee sagt:

    Klasse Beschreibung & Super Bilder…
    Wieder mal was für die Todo-Liste..

  2. Spoony sagt:

    Toller Bericht einer noch tolleren Bikegegend – da kommen Erinnerungen auf…
    Gruss
    Spoony

  3. marco sagt:

    schöne bilder !!!
    aber mir solch eine gegend i’wie zu wenig Bäume… ich brauch den Wald mit all seinen herausforderungen…

  4. blackCoffee sagt:

    Ha – die Fuorcla Surleij sind wir auch hochgekurbelt (bei Regen und 4 Grad.. 😐 …Muotas Muragl reichte nur noch ohne Bike 😆
    Die Diavolezza muss ich mir noch für ein andermal aufheben :zzz

    • Sven sagt:

      Brrr, aktuell sind’s zum Glück fast 20° mehr und voraussichtlich blauer Himmel für die nächsten Tage 🙂
      Den Bericht über die Bikewanderung zur Diavolezza habe ich bei RedOrbiter auch gesehen, würde mich schon reizen. Aber morgen geht’s erst mal zur Es-cha Hütte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.