Baselbieter Alpenrunde

Zwischen Bern und Waadt
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Viva la Grischa
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Ein Bild vom blauen Bär brachte mich letztens drauf, dass ich mit dem Bike noch gar nie beim höchsten Punkt meines Heimatkantons war. Eine andere Tour die auch schon länger einmal machen wollte, ist der Trail über den Helfenberg. Was liegt also näher, als beides zu einer schönen Tour zu verbinden. Da für heute Regen angesagt war, verschob ich meinen freien Freitag auf den Mittwoch und startete wieder einmal auf eine etwas ausführlichere Runde mit dem Reamol durch die Baselbieter Alpen.
 
 
Über die Bürenfluh, Schneematt und den Holzenberg fuhr ich nach Reigoldswil, weil von da aus der Aufstieg zur Wasserfallen schön im schattigen Wald verläuft. Von dort ging es dann mit meinem Liliputanerbike gleich weiter aufwärts in Richtung Chellenköpfli. Oben bei der Feuerstelle angekommen, legte ich die letzten Meter bis zur Hinteren Egg (mit 1169müM der höchste Punkt des Baselbiets) zu Fuss zurück. Da mit Bäumen zugewachsen, sieht man von dort oben leider nicht viel und ich machte meine Mittagspause darum lieber ein paar Meter weiter unten bei der Feuerstelle.
 
 
Frisch gestärkt fuhr ich dann rüber zum Chellenköpfli, von wo aus die Aussicht besser war, wenn auch etwas dunstig. Jetzt folgte der erste kurze Downhill über Wiesen dem Waldrand entlang bis runter zum Hof Sool, wo ich den Wasservorrat wieder auffüllen konnte. Den Helfenberg und die markante Hecke sah ich schon während meiner Mittagspause und genau dieser entlang führte der Weg nach oben. Ich schob das Bike diese gut 100 Höhemeter bis auf den Bilsteinberg, wo mich eine Wiese mit schönen Silberdisteln empfing. Wenn ich das richtig interpretiere, nennt man die ganze Erhebung dort Helfenberg und der höchste Punkt mit 1127müM heisst Bilsteinberg.
 
 
Jetzt folgte ein Hammertrail dem Grat des Helfenbergs entlang bis zum Oberen Hauenstein. Etwas schwierigere Stellen und flowige Abschnitte, wo man es laufen lassen konnte, wechselten sich ab und wurden am Schluss noch von ein paar engen Kehren den Steilhang runter gekrönt. Mit einem Grinsen im Gesicht rollte ich 400 Höhemeter weiter unten dann durch Langenbruck, um sogleich den nächsten Anstieg in Angriff zu nehmen.
 
 
Über Dürstel noch moderat, wurde es rauf zum Hof Gwidem dann wieder steiler, bis ich auf dem Chilchzimmersattel stand. Das jetzt folgende Wegstück bin ich schon viele Male gefahren, macht aber trotzdem immer wieder jede Menge Spass. Entlang den alten Befestigungsanlagen aus dem ersten Weltkrieg, geht es über anspruchsvolle Waldtrails und typische Jurawiesen dem Grat entlang.
 
 
Nach dem Spitzenflüeli, der Geissflue und dem Schelleberg erreicht man die Lauchflue mit einem der noch intaktesten Bauwerke der Fortifikation Hauenstein. Etwas weiter vorne bei Rehag verliess ich dann den Grat und nach ein paar Spitzkehren folgte ein Supertrail den Hang hinunter in Richtung Sennhöchi.
 
 
Die andere Alternativroute wäre weiter der Krete entlang, über die Gerstelflue und vorbei an der Burgruine nach Waldenburg gewesen. Bin ich auch schon gefahren und beinhaltet ein paar kurze Tragepassagen, macht aber deswegen nicht minder Spass als die Variante hier. Auf der Sennhöchi querte ich dann die Wiese und tauchte wieder in den Wald ein, um die letzten Höhemeter bis Oberdorf auf flowigen Trails zu vernichten. Es müssen gar nicht immer die Hochalpen sein, auch ein Biketag auf den heimischen (Alp)Hügeln macht immer wieder Spass und ist konditionell nicht weniger fordernd.
 


volle Distanz: 62.85 km
Maximale Höhe: 1152 m
Minimale Höhe: 316 m
Gesamtanstieg: 1785 m
Gesamtabstieg: -1785 m

1 Kommentar

  1. rotscher sagt:

    Das Bild mit der riesigen Bank ist echt super. Weil man nur einen Bezug zum Bike hat, scheint dieses wirklich wie ein Spielzeugvelo 8)

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