Züri Schlamm-Trails

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Spontane Tour am Freitag mit Alex und Mike zum Albishorn. Gestartet sind wir am Hauptbahnhof Zürich und rollten zuerst einmal gemütlich der Sihl entlang bis zur Allmend, wo der erste Uphill auf den Uetliberggrat anstand. Frisch und mit noch genügend Power in den Beinen, bewältigten wir diesen recht flott und freuten uns schon auf den ersten Trail des Tages.
 
 
Der Girstel-Trail wäre an sich sicher cool zu fahren, in etwas trockenerem und weniger verwachsenem Zustand. Die Beschreibung "bleibt nach Regenfällen stellenweise lange feucht" und "von Gestrüpp ein wenig verwachsen" ist hier wohl ein wenig untertrieben. Etwas Schlamm kann ja noch lustig sein, aber Dornen und Brennesseln mindern den Spass doch schon etwas.
 
 
Über die Hintere Buchenegg gelangten wir dann wieder zurück auf den Gratweg, wo es mit dem Sprächerberg- und Langnauerbergtrail weiter ging. Bis zum Albispass auch hier wieder mit eher mehr als weniger Schlamm und in stetigem auf und ab. Nach dem Albispass blieben wir auf der Schotterstrasse bis zur Hochwacht und von dort aus dann weiter zur Ruine Schnabelburg. Auf der einen Seite der Zürichsee und auf der anderen der Zugersee, wenigstens entschädigt die Aussicht für die bis dahin eher suboptimalen Trailbedingungen.
 
 
Die folgende steile Rampe auf den Bürglen zwang uns erneut aus dem Sattel. Ab dem Bürglen begann dann der Trailspass definitiv, jetzt sogar fast schlammfrei. Zuerst noch die Höhe haltend, führte der Trails fast schon flowig bis zum Restaurant auf dem Albishorn. Von dort aus hat man eine wunderbare Aussicht auf den ganzen Zürichsee, welchen ich sonst nur von der Autobahn aus kenne.
 
 
Runter bis nach Sihlbrugg schlug unser Bikerherz dann höher, ein schöner technischer Singletrail entschädigte für die vorherige Schlammparty und auch der gerissene Schaltzug bei Mike tat dem Spass keinen Abbruch. Nach dem Ersatz des Schaltzuges, machten wir uns an den nächsten Uphill auf den Zimmerberg.
 
 
Vorbei an malerischen Bauernhöfen mussten nochmals ein paar Höhemeter erarbeite werden, bevor es weiter auf dem Horgenbergtrail ging. Dieser führte mal mehr und mal weniger gut erkennbar im Wald der Autobahn entlang und war immer wieder mit kurzen Anstiegen gespickt. Nach Gattikon wechselten wir dann auf den offiziellen Veloweg und folgten diesem der Sihl entlang bis zur Allmend, wo wir ja schon am Morgen einmal standen.
 
 
An der Sihl war dann eine weitere Pause fällig, um den Körper nochmals mit etwas Treibstoff zu versorgen, wir wollten als Finale unbedingt noch den Uetlibergtrail anhängen. Der anschliessende Uphill ging dann nicht mehr so locker und flockig wie am Morgen von Gange, da wir doch schon einige Höhenmeter in den Beinen hatten. Begleitet vom Basswummern des Zürifäscht erkämpften wir uns nochmals den Uetliberg und fragten uns dabei, worin wohl der Reizt liegt, mit einem Fatbike den breiten Forstweg hinunter zu brettern.
 
 
Im Berggasthaus Uto-Staffel kehrten wir nach getaner Arbeit schliesslich ein und liessen es uns bei ein paar Gallonen kaltem Eistee, Bratwurst, Pommes und Älplermagronen gut gehen. Aufs Dessert verzichteten wir, da dies in Form des Uetlibergtrails auf uns wartete. Ich fuhr diesen im Gegensatz zu Alex und Mike das erste Mal und bin ja sonst nicht so ein Fan von ausgebauten Strecken, aber dieser Downhill rockt. Besser hätte der Abschluss dieses Tages nicht sein können und das Grinsen blieb noch bis zurück zum Bahnhof in unseren Gesichtern.
 


volle Distanz: 61.15 km
Maximale Höhe: 899 m
Minimale Höhe: 410 m
Gesamtanstieg: 1715 m
Gesamtabstieg: -1715 m

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