Dans les Vosges

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Die Vogesen hatte ich in letzter Zeit etwas vernachlässigt, obwohl sie so nahe sind. Das letzte Mal war ich vor zwei Jahren mit Thomas und Beat dort unterwegs und jetzt gleich zweimal innert Wochenfrist. Den Anfang machte der Grand Ballon, auch grosser Belchen genannt. Er ist der höchste Berg der Vogesen und einer der fünf gleichnamigen Gipfel im sogenannten Belchen-System, welches Spekulationen zufolge schon den Kelten als Sonnenkalender diente. Der Schweizer Belchen liegt übrigens fast vor meiner Haustür und ich bin dort öfters mit dem Bike unterwegs. Tobias kennt sich im Gegensatz zu mir in den Vogesen recht gut aus und so nahm ich seine Einladung gerne an, um zusammen ein paar Trails auf Elsässer Boden zu rocken. Wir starten in Thann und pedalieren auf Forstwegen hinauf zum Grand Ballon mit der charakteristischen Radarstation auf dem Gipfel. Auf den letzten Metern stossen wir noch auf ein kleines Schneefeld, welches uns aber nicht aufhält. Wenn auch etwas dunstig ist die Aussicht super und wir lassen den Blick in die Ferne schweifen, bevor wir uns wieder auf die Bikes schwingen. Jetzt geht es abwärts, die Trails welche Tobias ausgesucht hat sind top, viel Spass und viel Flow.
 
 
Ich bin heute etwas fotofaul und darum gibt es nur diese zwei Bilder, wir geniessen einfach den Ritt durch die verwunschenen Wälder und geben unseren Zweirädern die Sporen. Gute 1000 Tiefenmeter später kommen wir in Thann mit einem Grinsen im Gesicht wieder aus dem Wald hinaus und genehmigen uns das obligate Tourabschlussbierchen, bevor es wieder zurück in Richtung Basel geht. War ein echt cooler Tag und ich freue mich schon auf die nächste gemeinsame Tour.

Letzten Samstag ging es dann auf den Hohneck, mit 1363müM der dritthöchste Berg der Vogesen. Diesmal darf ich mich von Marie guiden lassen und dies ist wohl auch besser so, denn ich versage schon beim Navigieren auf der Hinfahrt. Schlussendlich kommen wir dann aber doch noch ans Ziel, parkieren das Auto und beginnen den Aufstieg mit Blick ins Münstertal. Wie das so ist, wenn man sich das erste Mal sieht, es gibt viel zu plaudern und die Höhenmeter purzeln im Fluge, schon bald steht der erste Trail an.
 
 
Kurz darauf hätte unsere Tour beinahe ein jähes Ende genommen, verbal leicht abgelenkt fahren wir eine Weide hinunter und wollen das vermeintlich offene Gatter passieren. Im letzten Moment realisieren wir, dass da ein Stacheldraht gespannt ist und aktivieren den Not-Halt. Knapp vor dem Stacheldraht kommen wir zum stehe resp. fallen, bis auf einen kleinen Kratzer an Maries Finger zum Glück ohne Folgen und die Tour kann weitergehen.
 
 
Der Route des Crètes entlang trailen wir mit Blick auf den Lac de Wildenstein in Richtung Hohneck, dabei gibt es immer wieder den einten oder anderen kleinen Anstieg zu bewältigen. Auf dem Rainkopf gibt’s ein Päuschen in der Sonne, auch dies muss sein, bevor es weitergeht zum Gipfel des Hohneck. Der Menschenauflauf hier oben ist heute extrem, kein Wunder, kann man doch mit dem Auto bis auf den Gipfel fahren.
 
 
Vor den Augen zahlreicher Zuschauer starten wir in die Abfahrt zum Lac de Schiessrothried. Da hat Marie bei mir voll ins Schwarze getroffen, der Weg ist genial und bietet jede Menge verblockte Herausforderungen. Bis zur Ferme-Auberge erwartet uns noch ein kleiner Rockgarden, bevor es dann im Zickzack durch den Wald zum See hinuntergeht.
 
 
Auch auf den folgenden Trails durch den Wald sind wir voll und ganz gefordert, ideales Training für die anstehenden Ticonodays. Wir haben da beide etwa dieselben Vorlieben was Bikes und Trails betrifft, aber nicht nur das, auch musikalisch verbindet uns einiges. Der nächste See den wir passieren heisst Lac de Fischboedle. Ich muss bei den Namen im Elsass immer wieder schmunzeln, historisch bedingt verschmilzt hier das Französisch oft mit dem Deutschen. Nach dem Lac de Fischboedle steigen wir auf einem Forstweg nochmals etwas auf und dann wird es farbenfroh.
 
 
Ab durch den gelben Ginster, das letzte Stück ist technisch nicht mehr so anspruchsvoll aber umso spassiger und führt uns über zahlreiche Spitzkehren zurück ins Münstertal hinunter zum Auto. Retour nach Freiburg geht es diesmal auf dem direkten Weg, der Biergarten ruft. Bei einem kühlen Blonden und Currywurst mit Pommes lassen wir den Biketag ausklingen, bevor ich mich auf den Heimweg mache. Hat Spass gemacht mit dir zusammen Marie und ich kann es kaum erwarten, dass der Schnee sich in den höheren Lagen zurückzieht, damit wir zusammen das Wallis unsicher machen können.
 

4 Comments

  1. ROTSCHER sagt:

    Cool, in den Vogesen war ich noch nie. Da müsste ich mich auch mal den Ortskundigen anschliessen. Es soll ja Trails bis zum Abwinken haben. Ein Gebiet ideal für die Vorsaison. Und ja, endlich wieder anständige Begleitung für Fröschchen *hihihi*

  2. blackCoffee sagt:

    Nicht schlecht – sogar die Emmentaler hat es letztes Wochenende ins Elsass gezogen….Ich könnte mich nebst Trails auch für’s Kulinarische begeistern…;-)

  3. Marie sagt:

    Jepp! genauso war´s 🙂 schön geschrieben. Der Stacheldraht war ganz schön garstig. Du hast vergessen zu schreiben, daß Du fast einen Salto gemacht hättest 😉
    Ich freu mich auch schon aufs Wallis, da darfst Du dann guiden 🙂

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