Grosser Aletschgletscher

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Eine meiner ersten Touren in die Berge, mit dem damals neuen Fully, führte mich im 2012 zum grossen Aletschgletscher. Höchste Zeit dem Eisriesen wieder einmal einen Besuch abzustatten, solange er noch da ist. Um nicht ganz ohne Anstrengung hoch zu kommen, fuhr ich von Fiesch aus auf die Bettmeralp. Schönstes Wetter und ein breiter Weg mit schön konstanter Steigung, so macht Frühsport Spass und ich war beim Erreichen der Bettmeralp schön warmgefahren. Dort nahm ich dann die Gondel zur Station Bettmerhorn rauf.
 
 
Oben bei der Station Bettmerhorn herrschte natürlich Touri-Rummel, aber nur bis zur Aussichtsplattform. Ich setzte mich etwas abseits in die Sonne und machte Mittagspause, wieder einmal mehr ein Rastplatz der Superklasse. Der Anblick des grossen Eisstroms ist immer wieder beeindruckend, auch wenn er leider jedes Mal etwas kleiner ist.
 
 
Gestärkt machte ich mich dann an die Abfahrt auf dem gut zu fahrenden Weg. Er forderte aber trotzdem die ganze Aufmerksamkeit, was bei dem Panorama gar nicht so einfach war. Weiter unten bei der Überquerung des grossen Gufer, führte der Weg über ein steinernes Meer. Tom Öhler hätte wohl seine Freude daran gehabt, aber für jeden Normalobiker hiess es das Bike schultern. Der grosse Gufer ist ein sogenannter Blockgletscher und wird (noch) vom Permafrost zusammen gehalten.
 
 
Danach war wieder alles fahrbar und das Fussvolk wurde mehr, aber alles völlig friedlich. Die Runde in diese Richtung zu fahren, macht meiner Meinung nach mehr Spass. Letztes Mal bin ich den unteren Höhenweg in die andere Richtung gefahren. Der coolste Teil folgte dann nach Märjela runter, jede Menge Steine und flachgeschliffene Felsen zum spielen.
 
 
Vom Märjelensee fuhr ich rauf zur Gletscherstube und von da weiter zur Aussichtsplattform Platta. Diese hatte ich letztes Mal nicht besucht, was ein Fehler war. Es ist zwar nicht der ganze Weg fahrbar, aber er lohnt sich. Von dort sieht man bis zum Konkordiaplatz und der Aletschgletscher erscheint noch viel eindrücklicher.
 
 
Nach einer grossen Prise Panoramaschnupf, fuhr ich den Weg wieder zurück und weiter vorbei am Märjelen-Stausee in Richtung Fieschertal. Nach ein paar einfachen Metern wurde es rau, sehr rau, so wie das ganze Fieschertal hinten bei den Gletscherausläufern ist.
 
 
Steinig, steil und verblockt, war für mich nur gut die Hälfte fahrbar. Zu Fuss wäre man hier wohl besser unterwegs gewesen, so wie der ältere Walliser, mit welchen ich etwas plauderte. Er erzählte mir, dass die gegenüberliegende Hängebrücke über das Weisswasser ganz neu ist und in einer Woche eröffnet wird.
 
 
Weiter unten erreichte ich dann die Burg, ein grosser Felsriegel, welcher die Gletscherzunge zu Höchstzeiten spaltete. Von der Burg aus sieht man nur wenig vom Eis. Der Fieschergletscher ist in diesem unteren Abschnitt ein sogenannter grauer Gletscher, wo das Eis vom Geröll der Mittelmoränen und der seitigen Steilhängen bedeckt ist.
 
 
Der Weg wurde dann immer besser fahrbar und als es flacher wurde, folgte am Schluss tatsächlich noch ein Stück wunderbarer Flowtrail durch das licht bewaldete Gelände. Der Rest bis nach Fieschertal legte ich auf dem Waldweg zurück.
 
 
Fazit: Diese Tour lebt vor allem vom Panorama des Aletschgletschers, die Abfahrt durch das Fieschertal würde ich hingegen so nicht noch einmal machen, da gäbe es sicher noch besser Trailvarianten von Märjela nach Fieschertal runter.
 


volle Distanz: 34.84 km
Maximale Höhe: 2635 m
Minimale Höhe: 1053 m
Gesamtanstieg: 1962 m
Gesamtabstieg: -1960 m

3 Kommentare

  1. Etienne sagt:

    Bravo Sven. Schöner Bericht von deiner Wallisertour. Vorallem das Foto beim „Aussichtsplattform Platta“ gefällt gut. Gruss Etienne

  2. blackCoffee sagt:

    Das Gletscherpanorama ist mir noch von der Tour auf die Belalp in Erinnerung – einzigartig!

  3. ROTSCHER sagt:

    Ja, es gibt eine tolle Alternative ins Fieschertal 8) Aber die Bilder sind ja der Hammer. Ich muss unbedingt diesem ewigen Eis wieder mal einen Besuch abstatten 🙂

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