Chinzig Chulm

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Das Biken geht mittlerweile nach meiner Rippenprellung schon wieder recht gut. Es sind noch leichte Schmerzen da, aber diese spüre ich während dem Fahren kaum, erst jeweils danach. Bei der guten Wettervorhersage stand also einer Tour am Montag nichts mehr im Wege und ich machte mich, inspiriert durch Rotschers schöne Bilder, auf zur Chinzig-Chulm. Mit von der Partie war diesmal mein Arbeitskollege Thomas, mit welchem ich mich frühmorgens mit dem Zug auf nach Brunnen machte. Dort angekommen, genehmigten wir uns zuerst einmal in der Sonne einen Kaffe, bevor es schon auf ersten Singletrails auf nach Muotathal ging.
 
 
Ab Muotathal ging es dann stetig nach oben, zuerst noch auf Teer und später auf Naturstrasse. Bei der Alp Liplisbüel erwartete uns dann auch schon das (anscheinend) obligate Ziegen-Slalomfahren. Dem Wald einmal entfahren, wurden die Bergkulissen immer schöner und die Höhenmeter gingen bei diesem prächtigen Wetter und der wunderbaren Aussicht relativ leicht von dannen. Am Schluss wurde es dann nochmals etwas steiler, bevor wir dann auf der Chinzig-Chulm standen. Leider zog, je näher wir dem Höhepunkt kamen, desto mehr Bewölkung auf und trübte etwas die schöne Aussicht auf die charakteristischen Berggipfel ringsherum. Nichtsdestotrotz machten wir oben beim Gipfelkreuz erstmal eine längere Verpflegungspause, um wieder etwas Kraft für die Abfahrt zu tanken. Die Kühe taten es uns übrigens gleich und leckten sich an unseren Bikes genüsslich satt, ohne dabei eine spezielle Vorliebe für Schwalbe oder Maxxis zu zeigen. Zum Glück hatten wir die Helme etwas weiter oben am Wegweiser aufgehängt.
 
 
Frisch ausgeruht ging es dann an die Abfahrt. Zuerst ein Stück über Schotter und ein paar Absätze, was mir im Gegensatz zu Thomas recht Spass machte, und dann immer flowiger und schneller bis zum Restaurant Edelweiss runter. Dort erfrischten wir uns bei einem kühlen Ghyyratne und Panaché auf der Sonnenterasse, bevor es an den kleinen Gegenanstieg zum Seechen Grosss-Flesch rauf ging. Obwohl dieser nicht sehr steil war, spürten wir doch schon ganz gut die bereits zurückgelegten Höhenmeter in den Beinen und waren froh den letzten Uphill des Tages gemeistert zu haben. Für die Abfahrt hatte Thomas eine Variante ausgetüftelt, welche über den Hüenderegg runter nach Eggbergen führte. Diese machte jede Menge Spass und ich kann sie nur weiter empfehlen, Wurzelgaudi und Singletrails vom feinsten.
 
 
Ein Stück weit folgten wir dann der Naturstrasse, bevor wir die nächste Variante unterhalb Eggbergen ausprobierten, welche uns über Ober-Planzeren anstatt Gruonbergli runter nach Flüelen führte. Diese war aber eher etwas suboptimal, da wegen grossen und nassen Steinen nur etwa zur Hälfte fahrbar. Vom befahren eines weiteren Pfades riet uns dann ein Einheimischer ab, weswegen wir den Rest auf der Strasse zurücklegten. Unten in Flüelen angekommen, reichte es gerade noch schön im ein Bierchen zu holen, bevor der Zug einfuhr. Damit liessen wir dann diesen schönen Tag auf der Heimfahrt ausklingen. Für mich war es jetzt das erste Mal, dass ich mit dem Zug Biken ging und ich muss sagen, das ganze ist echt gemütlich, wenn man mal einen Platz für das Bike gefunden hat und nicht all zu viel Umsteigen muss.
 


volle Distanz: 48.9 km
Maximale Höhe: 2065 m
Minimale Höhe: 435 m
Gesamtanstieg: 1864 m
Gesamtabstieg: -1864 m

3 Kommentare

  1. rotscher sagt:

    Wow, da werden gleich Erinnerungen wach 🙂 Sehr schöner Bericht mit tollen Bildeindrücken. Super dass ich dich für diese Tour inspiriert habe 😉

    • Sven sagt:

      Hi Rotscher, ja merci für die Inspiration und den Tracks zu dieser schönen Tour. In der Gegenrichtung, wie auf gps-tracks, macht sie nämlich IMO wenig Sinn.

  2. blackCoffee sagt:

    Schöner Bericht & super Bilder 🙂 Ich hoffe, diese Tour auch mal selbst zu rocken 😉

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