Diemtigtal und Hinterstockensee

Croix de Javerne
11. Oktober 2014
Herbstimpressionen
3. November 2014
 
Was der Sommer nicht schaffte, machte dieser Prachtherbst wieder wett. Darum machte ich mich am Weekend mit Alex nochmals auf in die Berge. Diesmal ins Simmental, welches ich bisher nur vom Winter her kannte. Von Erlenbach aus ging es bei morgendlich frischen Temperaturen durch das schöne Diemtigtal, auf den ersten eher gemütlichen Teil der Tour, optimal um am Morgen zu starten.
 
 
Auf der Strasse fuhren wir durch ein paar Dörfchen und den Chollerewald, bis rauf nach Allmiried. Einfach herrlich der blaue Himmel, die sich färbende Vegetation, Sonnenschein und die schönen mit Blumen geschmückten Holzhäuser. Nach einem Waldstück bog der Track dann plötzlich rechts ab, auf eine ausgebaute Downhillstrecke. Hätten wir da jetzt nicht so erwartet, aber egal, macht auch Spass und so fuhren wir dann den untersten Teil der Wiriehorn-Downhillstrecke runter nach Riedli.
 
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Von Riedli aus ging es weiter durch den Wald, zuerst noch ansteigend und dann auf einem schön kniffligen Singletrail dem Hang entlang, bis wir vor dem Ägelsee wieder offenes Gelände erreichten, wo wir dann auch die erste Stärkungspause machten. Jetzt folgte noch ein (im wahrsten Sinne des Wortes) spritziger Wiesentrail dem Steinbach entlang und wir waren wieder zurück in Erlenbach.
 
 
Das Ziel des zweiten Teils der Tour, war der Hinterstockensee am Fusse des Stockhorns. Dafür mussten wir aber erstmal während den nächsten zwei Stunden etwa 1000 Höhenmeter absolvieren. Da der Aufstieg auf einem Strässchen mit angenehm gleichmässiger Steigung verlief, blieb genügend Zeit um das herrliche Panorama zu geniessen und eine ausgiebige Pause in der Herbstsonne durfte natürlich auch nicht fehlen. Je höher wir kamen, desto mehr weisse Gipfel sah man und wo wir erst noch werweisten, waren wir uns bald sicher, dass es das bekannte Dreigestirn Eiger-Mönch-Jungfrau sein müsste.
 
 
Nachdem bei der Alp Husallmi die Wasservorräte aufgefüllt waren, folgte eine kurze Schiebepassage und wir hatten den höchsten Punkt erreicht, von wo aus man wunderbar in den Bergkessel mit dem Hinterstockensee hinunter sehen konnte. Noch eine letzte Pause und es ging nur noch abwärts, bis zum See erstmal auf einem schön fahrbaren Trail. Dieser und die Scharen von Fischern wurden umrundet, nochmals einen Blick auf das Stockhorn erhascht und schon standen wir bei der Bergstation Chrindi.
 
 
Dort schauten wir zuerst einmal etwas verunsichert auf den steilen, teilweise in den Fels gebauten Weg, welchen wir laut GPS nehmen sollten. Da probieren über studieren geht, versuchten wir es einfach und tasteten uns langsam vor. Im ersten Teil ist der Weg sehr steil und stark verblockt, für mich persönlich nur knapp fahrbar und mit etlichen Stellen gespickt, wo ich absteigen musste.
 
 
Mit schwindender Höhe wurde es aber immer einfacher und bei der Alp Oberchlusi war dann das Gröbste geschafft, es wurde über die Alpwiesen sogar zeitweise richtig flowig. Bis nach Erlenbach runter wechselten sich dann flüssigere Abschnitte und anspruchsvollere Stellen im Wald immer wieder ab und bereiteten uns jede Menge Fahrspass. Mit einem breiten Grinsen kamen wir wieder unten in Erlenbach an und waren uns einig, solche "Prachtstage" müsste es definitiv mehr geben.
 
 
Fazit: Im Simmental war ich das erste, aber sicher nicht das letzte Mal biken.
 


volle Distanz: 38.41 km
Maximale Höhe: 1759 m
Minimale Höhe: 685 m
Gesamtanstieg: 1802 m
Gesamtabstieg: -1801 m

3 Kommentare

  1. Ventoux sagt:

    Hoi Sven, seit längerem verfolge ich Deine super Touren und insbesondere erfreue ich mich an den sensationellen Bildern, die Du einstellst. Der zweite Teil dieser Tour zu den beiden Stockenseen war übrigens meine allererste Biketour anno 1986.

  2. blackCoffee sagt:

    Bin die Tour gestern von Reutigen aus gefahren – Bericht folgt noch 😉

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