Croix de Javerne

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Da der Sommer für Donnerstag nochmals ein Abschiedskonzert ankündigte, konnte ich natürlich nicht wiederstehen diesem Ruf zu folgen. Die Tour auf den Croix-de-Javerne sprach mich vom Höhenprofil her schon länger an und ich machte mich darum auf nach St. Maurice, von wo aus die Tour startete. Kaum aus dem Auto ausgestiegen, empfing mich ein kräftiger Föhnwind, welcher mich den ganzen Tag begleiten sollte.
 
 
Schon auf dem ersten flachen Stück nach Lavey-les-Bains war nichts mit gemütlich einrollen, da der Föhn mir natürlich entgegen blies. Von dort aus ging es dann nur noch stetig aufwärts bis nach Morcles, auf einer Teerstrasse mit genau 29 Kehren, wo in jeder ein rotes Täfelchen mit der Anzahl der noch verbleibenden angebracht ist.
 
 
Auch der weitere Weg bis La-Rosseline auf ca. 1600müM war noch geteert, wohl dank des Militärs, welches da oben omnipräsent ist. Von La-Rosseline bis zum höchsten Punkt der Tour, der SAC Hütte Cabane-de-la-Tourche, folgte dann ein gut befahrbarer Weg, worauf ich mir die letzten 600 Höhemeter erkämpfte. Vom Weg her war der Aufstieg nicht wirklich abwechslungsreich, dafür mit umso schönerer Aussicht und konditionell fordernd, da 1800 Höhemeter an einem Stück zu bewältigen waren.
 
 
Oben bei der SAC Hütte ruhte ich mach dann erst einmal etwas aus, ass eine Kleinigkeit und genoss die wunderbare Aussicht auf das unterste Rhonetal bis zum Genfersee. Der Kretenweg rüber zum Croix-de-Javerne war dann erste Sahne. Oben auf der Krete ausgesetzt mit wunderbarem Panorama, war der Trail recht flüssig zu fahren und leider viel zu schnell schon wieder zu ende.
 
 
Vom Croix-de-Javerne aus war die Aussicht nochmals etwas imposanter. Fast 360° Rundumsicht vom Cime-de-l'Est (dem östlichsten Gipfel der Dents-du-Midi) über den Genfersee bis zum Les-Diablerets Massiv mit dem Grand-Muveran und den Dents-de-Morcles im Vordergrund.
 
 
Der Weg runter vom Croix-de-Javerne zur gleichnamigen Alp war technisch wieder anspruchsvoller und es galt die richtige Linie zwischen den Steinen zu finden, ganz nach meinem Geschmack. Es folgte ein flacheres Stück bis Les-Lués, bevor es wieder viel steiler wurde. Diesmal aber nicht mehr verblockt, ging es recht schnell im Zickzack durch den Wald abwärts Richtung Les-Verneys. Dort kurz etwas offeneres Terrain und schon wieder rein in den Wald, auf den nächsten abwechslungsreichen Trailabschnitt.
 
 
Eine Stunde nach dem Start auf dem Croix-de-Javerne, tauchte ich 1600 Höhenmeter tiefer dann in Le-Châtel wieder in die Zivilisation ein. Diese Abfahrt hat wirklich von allem etwas zu bieten und der lange Aufstieg hat sich definitiv gelohnt. Die letzten Kilometer zurück nach St. Maurice dann wieder Sommerfeeling pur, bei 27° und Föhn unten im Rhonetal.

Fazit: Top-Down Voralpenpanoramatour für Liebhaber etwas anspruchsvollerer Abfahrten, kann ich nur weiter empfehlen.
 


volle Distanz: 32.04 km
Maximale Höhe: 2187 m
Minimale Höhe: 406 m
Gesamtanstieg: 1902 m
Gesamtabstieg: -1902 m

4 Kommentare

  1. Spoony sagt:

    Sehr schöne Tour, welche mir bisher nicht bekannt war. Kommt auf meine To Do Liste!
    Grüsse Spoony

  2. Chregu sagt:

    Hey Sven,

    Hab Deinen Blog dank einem Kommentar von Dir auf Rotschers Blog gefunden. Tolle Touren die Du da jeweils machst untermalt mit sehr schönen Bildern.

    Diese Tour kenne ich auch nicht, respektive ist mir das ganze Gebiet (noch) unbekannt. Danke für diesen tollen Bericht, das muss ich mir irgendwann mal etwas genauer anschauen gehen.

    Happy Trails, Chregu

  3. blackCoffee sagt:

    …wusste gar nicht, dass Du schon dort warst, bin erst gerade auf Deinen Post gestossen 😉
    Gestern bin ich auch den laaaaaaangen Aufstieg gefahren.
    Eine zweite Trinkflasche wäre nicht verkehrt gewesen…

    Dafür war die Abfahrt auch nach meinem Geschmack 😉

    Es gibt übrigens noch ein paar interessante Touren im Chablais…

    Gruss blackCoffee

    • Sven sagt:

      Ja, das kann ich gut nachvollziehen, war bei dem langen Aufstieg froh um meine grosse Trinkblase.
      Für interessante Touren bin ich immer zu haben. 😉 In dieser Gegend habe ich die Tour auf den Col de Conche noch auf meiner Liste.

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